Archive for ‘religionen & theologie’

22/12/2016

Radiosendung Religiöser Extremismus

2016_11_28_radio_religionen_im_gespraechSendung in der Radiofabrik Salzburg: Studiodiskussion zum Thema ‚Religionen und Extremismus‘ mit Kurt Krammer, Ursula Liebing, Josef Mautner und Haliemah Mocevic.

Foto: Radiofabrik/Leitner

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03/12/2016

„So wahr mir Gott helfe.“

Über die „Verwendung“ Gottes im Wahlkampf: Nicht auf Formeln kommt es an, sondern auf Inhalte und die Praxis. Und vor allem: Ein gewählter Bundespräsident muss – unabhängig von seiner Religion – glaubhaft Werte vorleben.
Alois Halbmayr – Josef P. Mautner

„So wahr mir Gott helfe.“ Norbert Hofer hat die Gelöbnisformel des Amtseides als Wahlkampfslogan eingesetzt. Das Thema Glaube an Gott und Religion taucht hier nicht zum ersten Mal auf. Norbert Hofer hat seine Religiosität bereits mehrfach hervorgehoben. Auch wurden während der vergangenen Durchgänge des Bundespräsidentenwahlkampfs die Kandidaten gelegentlich nach ihrem Verhältnis zur Religion befragt.

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07/05/2013

Interreligiöse Zusammenarbeit als Rahmenbedingung für den gleichberechtigten Zugang zum Recht auf Religions- und Weltanschauungsfreiheit.

BuchcoverIch möchte Ihnen einige Thesen vortragen, die vor dem Erfahrungshintergrund der regionalen Menschenrechtsarbeit in der Plattform für Menschenrechte formuliert sind; die Plattform ist ein Netzwerk von ca. 30 NGOs, die in Salzburg auf unterschiedlichen Ebenen in der Menschenrechtsarbeit tätig sind. Ich nenne ein paar Beispiele, um das zu illustrieren: die Homosexuellen-Initiative ebenso wie die Katholische Aktion, Diakonie – Evangelischer Flüchtlingsdienst, das Friedensbüro Salzburg, etc. – also eine sehr bunte Mischung. Wir sind als Menschenrechts-NGO im Sinne der Tendenz, die Heiner Bielefeldt heute Vormittag angesprochen hat, untypisch, weil wir uns seit vier Jahren intensiv mit Fragen der Religionsfreiheit und des interreligiösen Dialogs beschäftigen. Allerdings war das von der Entstehungsgeschichte her keineswegs intendiert, und man könnte sagen, wir sind zu diesem Schwerpunktthema gekommen wie „die Jungfrau zum Kind“. Dies aus zwei Gründen: Zum einen geschah dies aufgrund unserer Zusammensetzung, weil sich bei uns eben Menschen ganz unterschiedlichen religiösen Bekenntnisses und Angehörige ganz unterschiedlicher religiöser Gruppierungen und Religionsgemeinschaften für Menschenrechte engagieren und dabei zusammen arbeiten. In der Zielsetzung dieser Arbeit geht es jedoch gar nicht in erster Linie um Religionsfreiheit. Der zweite Grund ist, dass das Thema Religionsfreiheit eben auch hier im Bundesland Salzburg in den letzten Jahren zu einem Thema der öffentlichen Debatte, zu einem Kontrovers-Thema geworden ist – dabei – nicht überraschend – fokussiert auf Fragen des Verhältnisses der Mehrheitsgesellschaft zu den islamischen Gemeinschaften.

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06/03/2013

Ein „Österreich, das die Totalität des Christentums verwirklicht“? Die Katholische Kirche und ihr Verhältnis zum „autoritären Ständestaat“

cover: "italienischer faschismus - deutschsprachiger katholizimus"Die österreichische Tageszeitung „Der Standard“ meldete in ihrer Ausgabe vom 7. Juli 2010, dass die Gedenkmesse zum Todestag von Engelbert Dollfuß in der Hauskapelle des Bundeskanzleramtes abgesagt sei und nun am 2. November 2010 stattfinden werde. Dabei werde nicht nur Dollfuß’, sondern aller verstorbenen Kanzler gedacht, gab das Bundeskanzleramt bekannt. Die Absage war erfolgt, da laut Kanzleramt das Datum zu „ungewollten politischen Interpretationen“ geführt habe.2 Dollfuß war am 25. Juli 1934 im Verlauf des Juliputsches ermordet worden, und an diesem Datum wurde bisher jährlich ein Gedenkgottesdienst gefeiert. Diese bemerkenswerte Form eines staatlichen Rituals wurde seit den sechziger Jahren unter christlich-sozialen wie sozialdemokratischen Regierungen abgehalten. Obwohl es den meisten ÖsterreicherInnen vor der medialen Debatte im Sommer 2010 unbekannt gewesen sein dürfte, zeigt das Ritual – und v.a. die Kontroverse darum – die Präsenz des österreichischen Faschismus im Gedächtnis der Republik. Dass eine katholische Messe dem Ritual seine Form gibt, demonstriert die enge Verknüpfung von Katholizismus und sich ständisch gebendem Staat am Ende der Ersten Republik, und eben diese enge Verknüpfung wird Thema des folgenden Textes sein.

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12/07/2011

Jürgen Ebach: SchriftStücke

Buchbesprechung

„Wie wäre es, wenn eine kritische Theorie der Bibel im emphatischen Sinne Aufmerksamkeit zuteil werden ließe“? fragt Jürgen Ebach im Vorwort zu seinem Buch „SchriftStücke“. In einem bestimmten, nämlich einem umgekehrten Sinne sind die in diesem Buch zusammengefassten „Passagen“ (in der Bedeutung von Walter Benjamins Verwendung des Begriffs) genau das: Ein Theologe, dessen Denken durch die kritische Theorie geschärft und vorsichtig geworden ist, wendet der Bibel diese für einen Bibelwissenschaftler ungewöhnliche Form der Aufmerksamkeit zu.

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29/06/2011

„Hingabe an die fremde Welt“?

Friedrich Heer und der Linkskatholizismus

Der Denker Friedrich Heer ist nicht mit einer einfachen, schlagwortartigen Zuschreibung erfasst. Auf ihn wurde sowohl die Bezeichnung als Linksliberaler wie auch die des Konservativen angewandt; er galt als ‚dilettierender’ Universalhistoriker ebenso wie als engagierter Publizist. Die Etikettierungen sind zahlreich, und es trifft ihn keine von allen wirklich. Zum 20. Todestag F. Heers fand sich auf der Website des ORF unter ‚religiON-NEWS’ eine Würdigung des „Historikers, Publizisten, Kulturphilosophen und Schriftstellers“, die verschiedene Aspekte seines Denkens und seiner Schriften kurz beleuchtet.

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29/06/2011

Die Katastrophe begreifbar machen. Eine kleine Soziologie der Engel resp. ihres Erscheinens in der Literatur der Gegenwart.

Damals wusste ich noch nicht, dass es die Engel sind, die uns beschwören. Nicht wir sind es, die sie erträumen, die Engel träumen uns.“

Ilse Aichinger

In der Überlieferungsgeschichte der drei abrahamitischen Religionen findet sich eine unüberschaubare Vielfalt von imaginierten Sozialformen der als „angelos“, „mal’ach“ oder „al-Mala’ika“ bezeichneten Geistwesen. Sie reichen von den elaborierten Fantasiewelten der Engelshierarchien, die einen eigenen religionsgeschichtlichen Strang vom 3. vorchristl. Jahrhundert bis in die Gegenwart bilden, über die in unterschiedlicher Weise mythisch besetzte Vorstellung von „Gottessöhnen“ und „Engeln Jahwes“ im Ersten Testament bis zu den zunächst anonym bleibenden „Fremden“, die den Einbruch einer transzendenten Erfahrung, einer Botschaft von Jahwe, in die geschlossene Plausibilität menschlicher Verhältnisse verkörpern.

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